In Anwesenheit von Gina Buchwald-Chassée (2. v.l.) vom Institut für Geoinformatik der WWU und Dr. Sven Verpoort (1. v.l.) sowie Max Gerhards (3. v.l.) vom FB Physikalische Technik der FH Münster präsentierten Nils, Marvin, Tim, Florian, Glen, Julian, Moritz, Sören und Malek (v.l) ihre Ergebnisse des Projektkurses Physik „Pascal Klima Netzwerk“. Ein Jahr lang hat sich die Gruppe unter Leitung von Herrn Breitenstein in drei Teams mit unterschiedlichen Aspekten der aktuellen Klimaproblematik am Beispiel der Fahrradstadt Münster auseinandergesetzt.

Der dreistündige Projektkurs Physik kann am Pascal-Gymnasium in der Qualifikationsphase gewählt werden und geht mit zwei Halbjahresnoten voll in die Abiturnote ein. Ein Vorteil ist, dass jeder Schüler in freier Arbeit Theorie und Praxis an einem aktuellen Thema studieren kann. Außerdem ist ein Berufsorientierungspraktikum integriert.

So beschäftigten sich Glen, Malek und Moritz hauptsächlich mit der Funktion von CO2- und Feinstaubsensoren und erhielten bei ihrem Praktikum im Labor für Photonik an der Fachhochschule Steinfurt wertvolle Unterstützung. Florian, Marvin und Tim kümmerten sich hauptsächlich um die Datenerfassung mit Hilfe der senseBox, einem vom Institut für Geoinformatik entwickelten Messwerterfassungssystem. Ihre mobile Weiterentwicklung dieser senseBox kam u.a. bei Feinstaubmessungen während des Sendfeuerwerks zum Einsatz. Julian, Nils und Sören entwickelten Konzepte für ein Netzwerk von Feinstaubsensoren in der Umgebung unserer Schule und installierten u.a. zehn low-cost Messwerterfassungssysteme nach dem Stuttgarter Modell. Die Daten sind nach dem Citizen Science Konzept öffentlich und jeder Zeit über das Internet abrufbar. Wichtige Tipps und Hinweise zur Messwerterfassung, Datenanalyse und -veröffentlichung rund um die senseBox erhielten die Kursteilnehmer bei ihrem Praktikum in Institut für Geoinformatik.

Die Gruppe beteiligte sich am Umweltpreis 2018 der Stadt Münster und gewann 500 Euro beim VDE-Technikpreises 2018. Sowohl Schulleiter Ralf Brameier als auch die Gäste waren von den Leistungen und den Ergebnissen der Projektteams beeindruckt. „Ich würde mich freuen, wenn wir die Teilnehmer dieses Projektkurses nach dem Abitur als Studenten an unserer Fachhochschule wiedersehen würden“, wünscht sich Dr. Verpoort.